Radiobeitrag von Christoph Wagner

Deutschlandfunk, 23. Oktober 2014
21:05-22:00
Jazzfacts:

Klanglabor des modernen Jazz
- Die Lower East Side von Manhattan


von Christoph Wagner

Die Lower East Side von Manhattan war ursprünglich ein Slum, in dem Einwanderer ihre erste Bleibe fanden. In den 50er-Jahren siedelten sich wegen der billigen Wohnungen viele Jazzmusiker dort an. Darüber hinaus entstanden Jazzclubs wie das Five Spot, das von Cecil Taylor 1957 eröffnet wurde und wo Thelonious Monk regelmäßig auftrat. In den 60er-Jahren wurde der New Yorker Stadtteil zum Zentrum der Freejazz-Revolution, die eine Dekade später von der Loft Szene abgelöst wurde. Später siedelten sich dann die Cliquen um John Zorn und Elliott Sharp dort an, die in kleinen Galerien und Musikclubs wie der Knitting Factory auftraten. Inzwischen haben explodierende Mietpreise die alternative Jazzszene mehr und mehr aus dem südlichen Teil von Manhattan vertrieben. Heute halten nur noch ein paar wenige Konzertlokale wie The Stone die Erinnerung an die kreative Blütezeit dieser Gegend wach. Christoph Wagner zeichnet ein Bild von Geschichte und Gegenwart des Klanglabors Lower East Side.

27. Oktober 2014 Konzert: D.R.A.

Dell+Ramond+Astor
Dell/Ramond/Astor

27. Oktober 2014
Konzert: D.R.A.
Christopher Dell – vibraphon
Christian Ramond – bass
Felix Astor – dr.
(Jazz, Improvisierte Musik, Avantgarde, Neue Musik, Experimentelle Musik)

Einlass: 19.00 Uhr
Beginn: 20.00 Uhr
Eintritt: 15.00 Euro

D.R.A. ist ein Power-Trio des wohl weltbesten Vibraphonisten Christopher Dell aus Berlin und seinen Kollegen Christian Ramond (bass) und Felix Astor (drums)... Weiterlesen

Rock- und Pop-Museum in Dortmund?

WDR III TV war bei uns zu Besuch und hat einen kleinen Film über uns gedreht. Ist schon ein paar Wochen her, aber am 13.10. wurde der Ausschnitt gesendet:

Wer Lust hat, kann hier mal reinschauen.

Wir verbinden dies gleichzeitig mit dem Aufruf:

Für unsere Sammlung suchen wir sämtliches Material über Rock – und Popmusik im Ruhrgebiet und auch darüberhinaus, denn das Ruhrgebiet ist auch musikalische in globale Strukturen eingebettet.

Wir suchen:
Tonträger aller Art (LPs, Kassetten, Tonbänder, etc.), Zeitschriften, Magazine, Fanzines, Programmhefte, Plakate, Poster, Tickets, Zeitungsausschnitte, Noten, Fotos, Dias, Filme (8mm, 16mm), Videos, Memorabilien aller Art

Für 2016 planen wir eine Ausstellung über Rock- und Pop im Ruhrgebiet und nehmen hierzu auch gerne Leihgaben.

Popmusik ist für uns alles außer Klassik (vom Volkslied – Schlager, vom Arbeiterlied – Jazz, usw.)

Wer mehr über uns erfahren will,  der kann uns gerne mal besuchen. Und was das mit dem Rock- und Pop-Museum auf sich hat, können wir dann sicherlich auch näher erläutern.
Die Medien sind nicht immer so ganz genau in ihrer Darstellung, wobei wir uns natürlich trotzdem gerne bei den Machern bedanken. Sie verhelfen uns zu einem größeren öffentlichen Interesse.

 

Institut für Populäre Musik der Folkwang Universität der Künste am 4. Oktober in Bochum eröffnet

Als „Studien- und Denkort für interdisziplinäre Begegnungen“

In Anwesenheit zahlreicher Prominenz aus Politik, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft, Medien und unter großer Beteiligung der interessierten Öffentlichkeit wurde das Institut für Populäre Musik der Folkwang Universität der Künste am Samstag, 4. Oktober, in Bochum eröffnet. Ab sofort nimmt es mit dem Masterstudiengang „Populäre Musik“ für die ersten sechs Studierenden den regulären Ausbildungsbetrieb in der Prinz-Regent-Str. 50-60 auf. Zum Lehrkörper gehören renommierte Persönlichkeiten wie Prof. Dieter Gorny, Hazy Haze und Prof. Jeff Cascaro. Der Künstlerische Leiter Hans Nieswandt wird von einem vierköpfigen Institutsbeirat beraten; Mitglieder sind u. a. Anke Engelke und Prof. Diedrich Diederichsen.

Folkwang Rektor Prof. Kurt Mehnert zum neuen Folkwang Institut: „Dies ist nicht nur eine neue, sondern auch deutschlandweit einzigartige und folkwangspezifische Initiative. Ein Studien- und Denkort, an dem Popmusik in den Kontext anderer Kunstformen tritt und im Rahmen Populärer Kultur weitergedacht wird.“
Der Künstlerische Leiter Hans Nieswandt ergänzt: „Vieles hat sich bewegt in der Welt des Pop, mit einem modernen Pop-Studiengang kommen auch ganz neue Aufgaben auf uns zu; Aufgaben, wie sie früher vielleicht von Plattenfirmen wahrgenommen wurden: die geduldige von Sympathie getragene Entwicklung von KünstlerInnenpersönlichkeiten, das Bereitstellen von Freiräumen zur Forschung, zum Experiment – denn Pop ist keine fixierte Kunstform. Pop interessiert sich, Pop umarmt wie kaum eine andere Kunst stets das Allerneueste.“

Neuer Artikel über unser Archiv ist heute im Coolibri-Online erschienen

Archiv für populäre Musik im Ruhrgebiet: Sammelleidenschaft

Im “Evinger Schloss” sammelt sich Musik | Foto: Lukas Vering

Im Herzen einer beschaulichen Zechensiedlung im Dortmunder Stadtteil Eving findet man ganz unverhofft zwischen urigen Häusern und Baumalleen das ehemalige Wohlfahrtsgebäude der Zeche Minister Stein, heute besser bekannt als Evinger Schloss. Die Straßen sind ruhig, bei Sonnenschein gar idyllisch, man gewinnt den Eindruck, hier sei nicht viel los. Trügerisch, denn im Innern des Schlosses bewegt sich einiges. In der ersten Etage haben Hans Schreiber und Richard Ortmann Räume angemietet, um dort ein ganz besonderes Projekt unterzubringen: Ein Archiv für populäre Musik, natürlich mit Ruhrgebietsschwerpunkt.

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Lieder des Ruhrgebiets

Am 5. August 2014 war Frank Baier (Liedersänger insbes. Lieder des Ruhrgebiets, der Arbeiterbewegung, der Protestbewegungen) bei uns und übergab uns den ersten Teil seines Tonarchivs. Wir werden dieses Material sorgfältig katalogisieren und auch zur weiteren Bewahrung digitalisieren. Es ist für uns eine große Ehre das Archiv von Frank Baier übertragen zu bekommen. Wir werden einen extra Raum für seine gesamten Materialien einrichten.
Diese werden dann auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein.
Frank Baier ist demnächst öfters hier anzutreffen.
Am 30.10.2014 wird er ein weiteres Konzert bei uns geben.
Informationen hierzu folgen.

 

Neues aus der PUNK-Szene im Ruhrgebiet

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ASSMATIX
are back in town!
Wir entern Herr Walter im Dortmunder Hafen, Speicherstr. 70, 44147 Dortmund am 13.09.14 und stellen unsere neue CD vor!

Ja, es gibt uns noch – und wie! 32 Jahre PunkRock –  Unsere 4. CD: The EX-GENERATION. 11 Songs davon 4 in Deutsch, mit female backings, piano, saxophon, percussion, punk, reggae, ska, schweinerock, weltschmerz, vögeln, alt werden, Nachbarn, Spaßbremser, früher und heute, Drogen, Alkohol, Kinder,  Pech und Glück, Drauf scheißen, ein Toast aufs Leben, Nazipack und Weggucken, aus dem Fenster springen und im Dreck landen, beobachtet werden, den touchdown setzen und nach alten Liedern tanzen.

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Eine Veranstaltung zu Ehren von Herbert Marcuse – Der eindimensionale Mensch

Die Agentur Berthold Seliger kündigt folgende Veranstaltung an:
H. Seliger hat hier wieder ein gute Idee in die Tat umgesetzt. Schön, dass er die Zuschauer mit Marcuses genialen Werk konfrontieren will. Schade, dass es bisher keine Termine im Ruhrgebiet gibt. Die Menschen hier sollten auch mal diese kritische Auseinandersetzung mit ihrem Sein führen.

Der eindimensionale Mensch wird 50
Ein Konzert-Theater von und mit Thomas Ebermann, Kristof Schreuf,
Andreas Spechtl und Robert Stadlober

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100 Jahre nach der Ankunft Sun Ra’s auf dem Planeten Erde

Sun Ra
22. Mai 1914-2014

Er beanspruchte für sich vom Saturn zu stammen, doch er kam als Herman Poole Blount aus Birmingham, Alabama. Von 1952 bis zu seinem Lebensende im Jahre 1993 hieß er Le Sony’r Ra.
Bassist Juni Booth hat hierzu eine Anekdote, nach der die Stadt Birmingham stolz auf seinen Bürger wurde und Sun Ra daher den “Ehren-Schlüssel” verlieh. Während dieser Zeremonie sagte Ra zu Booth: “I hate this fuckin’ town, that’s why I always told people I was from Saturn.”

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