Musikkneipe “Happy Happy Ding Dong” in Dortmund schließt seine Pforten

Eine weitere Musikkneipe in Dortmund muß schließen.
Das “Happy Happy Ding Dong” in der Hohen Straße schließt. Des Öfteren gab es dort auch LIVE-Music, wenn auch unregelmäßig.

In Herne hatte vor kurzem die Traditionsgaststätte “Sonne” aufgeben müssen.

Bitte schreiben Sie uns, wenn in Ihrer Stadt Musikkneipen schließen oder evtl. auch mal neu eröffnen, resp. wenn Kneipen sich zur Musikkneipe wandeln.
Wir würden dies gerne einmal genauer recherchieren und vielleicht auch die Strukturen aufzeigen, die zu diesen Veränderungen führen.
Z.B. was passiert jetzt in den Lokalen: “bass”, “Happy Happy Ding Dong”, “Sonne” usw.?

Musikkneipe “bass” in Dortmund hat geschlossen

Auf der Website des Lokals steht folgender Hinweis:

Verehrte Kundschaft!
Das Bass hatte am 09.05.2015 zum letzten mal geöffnet.
Auf diesem Wege möchten wir uns ganz herzlich für die fast 5-jährige Treue bedanken und allen Gästen von Herzen alles Liebe und Gute wünschen.

Schade, ein interessanter Spielort für Musiker aus verschiedenen Genres geht verloren.

Privatarchiv des Photographen Lothar Busch

Vor wenigen Tagen erhielten wir das private Archiv des Photographen Lothar Busch aus Herten.
Lothar Busch war nicht nur Musiker sondern hat schon sehr früh in den 60er Jahren einen Photoapparat besessen und Bands, Musiker und auf Veranstaltungen das Publikum photographiert. Er hat nicht nur diese Photos alle gesammelt, sondern auch noch die Zeitungsausschnitte, die die musikalische Geschichte im Kreis Recklinghausen zum Thema haben.
Er hat uns auch zahlreiche Original-Plakate aus der Beat-Ära sowie Filmmaterial aus dieser Zeit überlassen.
Und auch seine gesamten privaten Aufzeichnungen über Musiker, über Spielort, Gagen, Kassenbücher von Bands, Verträge, private Korrespondenz usw. hat er uns zu treuen Händen gegeben.
Wir werden es in diesem Sinne bewahren.
Dies ist für uns ein weiterer großartiger Schatz zur Ergänzung des Kurt Oster Archivs und zur Präsentation der Beatgeschichte im Ruhrgebiet.
Wir danken Lothar Busch dafür nochmals ganz herzlich.

“Summer of Love” in Dinslaken – besser “Fake des Sommers”

Vom 1.5. – 30.6. findet in diesem Jahr, zur Erinnerung an Woodstock, ein sucht- und drogenfreies Festival auf dem Gelände der Zeche Lohberg statt.
Grundsätzlich finde ich es begrüßenswert ein musikalisches Angebot unter dem Motto “sucht- und drogenfrei” den Menschen zu organisieren.
Nur hier ist meiner Meinung alles eine Fake: Es ist ein rein auf Kommerz ausgerichtetes Festival und die Veranstalter sind auch nur daran interessiert,  Sie nutzen einen Titel für das Festival, der sofort den Gedanken an Drogenkonsum aufkommen lässt. Und sie nutzen diesen Titel auch noch ohne überhaupt Ahnung von Musik zu haben.  Der “Summer of Love” damit ist der Sommer des Jahres 1967 in San Francisco gemeint, und dieser war stark von Drogen bestimmt. Woodstock war 1969 und auf diesem Festival wurden ebenfalls Drogen in großen Mengen konsumiert. Mit “Love and Peace” hatte dieses Festival rein gar nichts zu tun. Auch damals hatten die Veranstalter nur ein Interesse: “Kohle zu machen”.
Und auch schon damals suchten sie nur ein Motto mit dem man dies gut verkaufen kann.

Solche Schlagzeilen als Leitmotiv für ein Festival zu nehmen ist sicher nur dann zu verstehen, wenn man dies unter Werbewirksamkeit betrachtet.
Und dass unsere Politiker solche Absichten auch noch unterstützen kann ich nicht nachvollziehen.

Eine Frage hätte ich dann noch: Ob es wohl Bier etc. auf dem Festival zu kaufen gibt?
Oder ist Alkohol vielleicht keine Droge?

Musikalisch ist das Festival übrigens auch ein reines Sammelsurium von Musik ohne Konzept und Zusammenhang mit dem Leitmotiv. Auch hier ging es wahrscheinlich nur um das Eine, ohne sich darüber auch noch Gedanken machen zu müssen.
Und dies Festival wird mit öffentlichen Geldern unterstützt! Und Politiker übernehmen auch noch die Schirmherrschaft!

Schade, mit etwas mehr Sachverstand und wirklichem Engagement hätte man ein echtes Festival gegen Sucht- und Drogen veranstalten können.

 

 

 

Peavey von RAGE stattete dem Archiv einen Besuch ab.

rageAm Montag, den 20.4. besuchte uns Peavey Wagner, Gründer der Metal-Band RAGE im Archiv und brachte uns vieles aus seinem Fundus mit, damit wir es in der Ausstellung im Essener Ruhrmuseum präsentieren können, bzw. damit wir es bei uns im Archiv in Dortmund bewahren können.
Er gab uns auch gerne ein ausführliches und interessantes Interview über seine und die Geschichte von RAGE, sowie auch über seine neue “Spaßband” mit der er jetzt auf Tour geht. (Übrigens auch auf dem ROCK-HARD-FESTIVAL in Gelsenkirchen zu hören).Wir bedanken uns hier noch einmal herzlich für die vielen Dinge und das interessante Gespräch.

 

Kurt Oster Archiv

Archivarbeit ist schon eine spannende Sache:
Vor einigen Tagen besuchte ich einen Musiker und er ging mit mir in seinen Keller. Dort stand ganz versteckt im Regal eine große Umzugskiste mit Material, von dem er nicht genau wußte was darin ist. Er erzählte mir nur, dass er diese Kiste von der Sekretärin von Kurt Oster so um 1970 bekommen habe. Kurt Oster hatte ihr gesagt, diese Kiste könne sie wegschmeißen. Seit fast 45 Jahren stand diese große Kiste in dem Kellerregal des befreundeten Musikers. Im Archiv angekommen konnten wir mit  Begeisterung erkennen welchen Schatz wir hier bekommen haben. Von hier aus nochmals herzlichen Dank an die Sekretärin und den Musiker der dies so lange bewahrt hat.
Wer Interesse an dem “Schatz” oder an anderen Schätzen unseres Archivs hat, der kann gerne mal vorbeischauen. (Bitte vorher anmelden)