27. Februar
27.02.1971
Janis Joplins Album Pearl erreicht Platz 1 in den USA und bleibt dort neun Wochen lang. Joplin starb drei Monate vor der Veröffentlichung des Albums an einer Heroinüberdosis.
Am 4. Oktober 1970 wurde Joplin tot im Landmark Hotel in Los Angeles aufgefunden. Während der Aufnahmen zu Pearl hatte sie wieder angefangen, Heroin zu nehmen, und erhielt schließlich eine ungewöhnlich starke Dosis von einem lokalen Dealer, die zu ihrer Überdosis führte. Joplin war 27 Jahre alt, genau wie Jimi Hendrix, der nur 16 Tage zuvor verstarb.
Joplin hatte drei Alben veröffentlicht – zwei mit ihrer Band Big Brother And The Holding Company und eines als Solokünstlerin. Keines davon konnte die Energie ihrer Live-Auftritte ganz einfangen, was Produzent Paul Rothchild, bekannt für seine Arbeit mit The Doors, bei Pearl ändern wollte.
Das Album war fast fertig, als Joplin starb – sie hätte am Tag ihres Todes den Gesang für den bereits aufgenommenen Song Buried Alive In The Blues einsingen sollen. Das Lied wurde schließlich als Instrumentalstück veröffentlicht und schließt die erste Seite des Albums als Tribut an Joplin ab.
Pearl erschien am 12. Januar 1971. Der größte Hit des Albums ist Me And Bobby McGee, ein Song von Kris Kristofferson, der erstmals 1969 von Roger Miller aufgenommen wurde. Im März erreichte das Lied Platz 1 der Charts und wurde Joplins einziger Nummer-1-Hit.
Joplin schrieb nicht viele Songs, doch zwei der zehn Titel auf dem Album stammen von ihr: der Opener Move Over und das a cappella gesungene Mercedes Benz. Letzteres wurde von Kritikern zunächst als Gag abgetan, gilt heute jedoch als tiefgründige Auseinandersetzung mit Materialismus. Macht ein Luxusauto wirklich glücklich?
Ein verstecktes Juwel des Albums ist Half Moon, ein Song, den John Hall mitgeschrieben und später mit seiner Band Orleans aufgenommen hat. Joplins Gesang auf dieser Aufnahme war eigentlich nur als Probespur gedacht, aber kleine Unvollkommenheiten verzeiht man ihr gerne.
Pearl ist mit Abstand Joplins erfolgreichstes Album: neun Wochen auf Platz 1 und vier Millionen verkaufte Exemplare – mehr als alle ihre anderen Alben zusammen.
https://youtu.be/7yts3Sz-6AU?si=hmkA_7sVzd5vzMit