MUSIKGESCHICHTE(N)

31. März

31. März 1967
Im Astoria Theatre in London zündet Jimi Hendrix zum ersten Mal seine Gitarre an und wird nach der Show mit leichten Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht. Während der restlichen Tour wird es für Hendrix zur Gewohnheit, seine Gitarre mit den Zähnen zu spielen, und er zündet seine Gitarre noch ein paar Mal an.
Trotz Hendrix‘ Ruf, Instrumente während seiner Auftritte zu zerstören, kann das Publikum kaum mit einem so brenzligen Vorfall rechnen: The Jimi Hendrix Experience stehen ganz unten auf dem Programm und eröffnen für drei deutlich andere Acts: The Walker Brothers, Cat Stevens und den Crooner Engelbert Humperdinck.
Als die Band ihr neues Lied „Fire“ spielt, wirft Hendrix seine Gitarre auf die Bühne, was ein Inferno von Feedback auslöst. Während das Publikum abgelenkt ist, besprüht der Bandmanager Chas Chandler das Instrument mit Feuerzeugbenzin (das zuvor von einem Roadie am Tag gekauft wurde). Hendrix zündet dann mehrere Streichhölzer an, bis die Stratocaster schließlich in Flammen von etwa einem Meter Höhe aufgeht.
In der Hitze des Moments merkt Hendrix nicht, dass er sich die Hände verbrannt hat. Nachdem das Feuer gelöscht ist, beendet er das Lied mit einer anderen Gitarre. Nach der Show geht er ins örtliche Krankenhaus, um sich wegen der leichten Verbrennungen behandeln zu lassen.
Die Aktion wurde vom Rockjournalisten Keith Altham vorgeschlagen und trägt sicherlich zur Medienberichterstattung über den heißen jungen Star bei. Das Abbrennen einer Gitarre wird fortan zum zentralen Element vieler Experience-Shows, besonders berühmt wird der Vorfall später im Jahr bei Monterey, wo der Stunt auf Film festgehalten wird.
Im Jahr 2008 wird das verkohlte Überbleibsel der Fender Stratocaster, die beim Astoria-Auftritt entzündet wurde, versteigert und erzielt mehr als eine halbe Million Dollar.
https://youtu.be/3U5dvC5qr6Y?si=bERwaCXc_msGUlDf

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