Reihe: Creative Jazz / Improvisierte Musik / Avantgarde Electronics
10. Oktober 2016
Einlass: 19.00 Uhr Beginn: 20.00 Uhr Eintritt: 15,00 Euro
Manuel Mengis, Trumpet & Electronics
Hans-Peter Pfammatter, Synths & Piano
Manuel Troller, Guitar
Lionel Friedli, Drums
LE POT mit Manuel Mengis, Hans-Peter Pfammatter, Lionel Friedli und Manuel Troller liefert den Sound von morgen: vom minimalen Lebenszeichen über polyrhythmische Verschachtelungen bis zum wuchtigen Klanggebäude improvisiert sich das Quartett in die Apokalypse oder den Tag danach.
Eine dreijährige musikalische Reise gipfelt in einem Konzert. Das Quartett Le Pot um den Walliser Trompeter Manuel Mengis schloss soeben ihre musikalische Trilogie She-Hera-Zade ab. In drei Jahren sind ebenso viele CDs entstanden. Die erste CD «She» wartet mit viel Elektronik und grossen Amps auf, darauf folgt «Hera», die sich an Benjamin Britten orientiert und in einer alten Kirche aufgenommen wurde, und schlussendlich Zade, die im Frühling 2016 entstand und einen reduzierten, voll akustischen Abschluss bildet. Welchen sie an diesem Abend zum Besten geben.
Die Trilogie erzählt keine Bandwurmgeschichte aus Tausendundeiner Nacht mit Happy End. Eher ist sie eine Reise in die Zukunft. Eine Zeit also, die im Dunkeln liegt, die wir höchstens in Fragmenten erahnen können. Die Band wird zum Instrument, das in die 5. Dimension weist. Was man Instant Composing, Avant-Improvisation oder einfach Kompositionen in der Zeit nennt, erinnert in Bruchstücken an industrial oder dark industrial, an zersplitterte Glasscheiben, und das Netz aus ambient-Elementen an eine dräuende Gefahr. Ein Klangbild entsteht, das die Form eines Triptychons annimmt und trotz Dunkelheit um ein lichtes Zentrum kreist.
