Dietrich Rauschtenberger, *1939 in Schwelm, spielte als Schlagzeuger Anfang der 1960er Jahre gemeinsam mit den Wuppertaler Jazzmusikern Peter Kowald und Peter Brötzmann und gehörte zu den ersten europäischen Musikern des Free Jazz.
1976 erschien seine erste Langspielplatte mit der Band „Open Field Music“ (AIN 001) u.a. mit Andreas J. Leep. In den Folgejahren tourte er regelmäßig mit unterschiedlichen – auch internationalen – Musikerinnen und Musikern und spielte diverse Langspielplatten und CDs ein. Vor einigen Jahren lernte er bei Wolfgang Schmidtke noch das Saxophonspiel.
Seit den 1980er Jahren veröffentlichte er Hörspiele, Kurzgeschichten und Romane. Bei Theaterstücken wirkte er als Autor, Musiker und Darsteller mit.
Im Juni 2026 wurde sein letzter Roman „Blanck steigt aus“ beim Book on Demands Verlag, Hamburg veröffentlicht (ISBN: 978-3-6963-7525-6).
Gemeinsam mit dem „Stellwerk-Quartett“ mit Brigitte Gregor-Rauschtenberger, dem Wuppertaler Bassisten Klaus Harms und der Querflötistin Tanja Kreiskott machte er noch im Frühsommer 2026 seine letzten Musikaufnahmen.
Dietrich Rauschtenberger hatte immer ein sehr breit gefächertes Kulturverständnis und Interesse nicht nur an Musik, sondern auch an Hörspiel Tanz, Texten, Theater und vor allem an kreativer, grenzüberschreitender Zusammenarbeit und Diskussionen über Kunst, Kultur und Politik, aber auch über Alltagsthemen. Auch war er stets ein streitbarer Geist.
Am 9. August 2026 erlag Dietrich Rauschtenberger sieben Wochen vor seinem 87. Geburtstag einer schweren Krankheit.
Rauschtenberger lebte in Schwelm und hinterlässt neben seiner Ehefrau Brigitte Gregor-Rauschtenberger, Kinder und Enkelkinder.
Archiv des Autors: markuswagner82
Nachruf


Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Hans Schreiber, Mitgründer und Verantwortlicher des Archives für populäre Musik im Ruhrgebiet e.V..
Hans Schreiber hat mit seinem Engagement für Musik nicht nur einen kulturellen Ort mit einer einzigartigen Sammlung geschaffen, sondern mit seiner Menschlichkeit und Offenheit auch viele Menschen berührt.
Was er aufgebaut hat, war nicht nur ein Verein oder Archiv, sondern ein Ort der ihm mit seinem Menschen am Herzen lag. Hans Schreiber verstand es mit seinem warmherzigen Charakter viele Menschen, unabhängig von ihrem Hintergrund, zusammenzubringen und an ihrer Seite zu stehen. Trotz aller Trauer wollen wir seine Wärme und sein Andenken sowohl in unseren Herzen als auch in diesem Archiv weitertragen. Auch wenn sein Tod eine schmerzhafte, nicht wieder zu schließende Lücke hinterlässt, werden wir nie die Zeit mit ihm vergessen und sind ihm für immer dankbar.
Ruhe in Frieden!