Djamel Laroussi / Naceur Charles Aceval live im Archiv für populäre Musik im Evinger Schloss – 19.9.2015

Djamel Laroussi / Charles Aceval live im Archiv für populäre Musik, Dortmund – 19.09.2015
Text/Fotos (c) Günter Maiß

Das Archiv für populäre Musik im Ruhrgebiet e.V., Dortmund, veranstaltet seit einiger Zeit spannende Konzerte, insbesondere im Bereich Improvisierte Musik und Avantgarde im „Evinger Schloss“. Der algerische Musiker D. Laroussi trat in diesem besonderen Rahmen im kleinen Saal als Solist auf, spielte E-Gitarre, Gumbri und sang. Nicht nur dass er es meisterhaft versteht, die Musik Nordafrikas, insbesondere der der Gnawa (frz.:Gnaoua) mit Elementen von Pop und Jazz zu veschmelzen, er ist zudem ein charismatischer Sänger, der charmant durch das Programm führte und nebenbei die Verwandtschaft von Blues und Gnawa Musik demonstrierte. Mit live eingespielten Loops verdichtete Laroussi seine Songs, zu den Riffs sang er oder brillierte mit raffinierten Linien auf seiner Fender Stratocaster.
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Tagung der Archive der populären Musik in Dortmund – 24. September 2015

Am Donnerstag, den 24. September 2015 treffen sich Vertreter der Archive populärer Musik aus NRW (Rock und Pop-Museum Gronau, Musikarchiv NRW (ehemals Musikarchiv Köln) und das Archiv für populäre Musik im Ruhrgebiet e.V.  sowie ein Vertreter vom Archivamt des LWL in Dortmund zu einem Gespräch über gemeinsame Aktivitäten und zur Vorbereitung der Gründung eines Verbundes aller Archive für populäre Musik.
Die Arbeiten der Archive sollen in Zukunft in einem engeren Austausch stattfinden.
Kooperationen zu bestimmten Themen sollen gebildet werden.  Ein kontinuierlicher Austausch und regelmäßige Treffen sind geplant.

Das Archiv für populäre Musik im Ruhrgebiet e.V. hat ein Datenbank-Konzept für Musikarchive erarbeitet, welches bei dem Treffen vorgestellt wird.

 

 

Berlin-Festival geht voran!

Heute fand ich einen guten Artikel über den Zusammenhang zwischen Konsum und Kontrolle im Popgeschäft.
Die schon vor längerer Zeit aufgezeigten negativen Entwicklungen für Musikliebhaber und Musiker durch die Ticketunternehmen wie Live-Nation, Eventim usw. werden vielleicht auch jetzt dem Leser immer deutlicher.
Aber wahrscheinlich werden wir diesen keinen Einhalt mehr bieten können.
Dabei ginge es viel einfacher und sogar noch ohne die teilweise horrenden Zusatzkosten.
Im Gegenteil, das Publikum findet so etwas wahrscheinlich mehrheitlich „einfach geil“.
Und in Berlin ist es sowieso geil!!!
Die negativen Folgen tragen dann die Musiker und die Zuschauer, obwohl sie vielleicht jetzt noch von der Bequemlichkeit des Kartenkaufs etc. schwärmen.
Sie können ergänzend auch noch das Buch von Berthold Seliger lesen: „Das Geschäft mit der Musik“.

Hier der Link zum Artikel

Musikkneipe "Happy Happy Ding Dong" in Dortmund schließt seine Pforten

Eine weitere Musikkneipe in Dortmund muß schließen.
Das „Happy Happy Ding Dong“ in der Hohen Straße schließt. Des Öfteren gab es dort auch LIVE-Music, wenn auch unregelmäßig.

In Herne hatte vor kurzem die Traditionsgaststätte „Sonne“ aufgeben müssen.

Bitte schreiben Sie uns, wenn in Ihrer Stadt Musikkneipen schließen oder evtl. auch mal neu eröffnen, resp. wenn Kneipen sich zur Musikkneipe wandeln.
Wir würden dies gerne einmal genauer recherchieren und vielleicht auch die Strukturen aufzeigen, die zu diesen Veränderungen führen.
Z.B. was passiert jetzt in den Lokalen: „bass“, „Happy Happy Ding Dong“, „Sonne“ usw.?

Musikkneipe "bass" in Dortmund hat geschlossen

Auf der Website des Lokals steht folgender Hinweis:

Verehrte Kundschaft!
Das Bass hatte am 09.05.2015 zum letzten mal geöffnet.
Auf diesem Wege möchten wir uns ganz herzlich für die fast 5-jährige Treue bedanken und allen Gästen von Herzen alles Liebe und Gute wünschen.

Schade, ein interessanter Spielort für Musiker aus verschiedenen Genres geht verloren.

Privatarchiv des Photographen Lothar Busch

Vor wenigen Tagen erhielten wir das private Archiv des Photographen Lothar Busch aus Herten.
Lothar Busch war nicht nur Musiker sondern hat schon sehr früh in den 60er Jahren einen Photoapparat besessen und Bands, Musiker und auf Veranstaltungen das Publikum photographiert. Er hat nicht nur diese Photos alle gesammelt, sondern auch noch die Zeitungsausschnitte, die die musikalische Geschichte im Kreis Recklinghausen zum Thema haben.
Er hat uns auch zahlreiche Original-Plakate aus der Beat-Ära sowie Filmmaterial aus dieser Zeit überlassen.
Und auch seine gesamten privaten Aufzeichnungen über Musiker, über Spielort, Gagen, Kassenbücher von Bands, Verträge, private Korrespondenz usw. hat er uns zu treuen Händen gegeben.
Wir werden es in diesem Sinne bewahren.
Dies ist für uns ein weiterer großartiger Schatz zur Ergänzung des Kurt Oster Archivs und zur Präsentation der Beatgeschichte im Ruhrgebiet.
Wir danken Lothar Busch dafür nochmals ganz herzlich.

"Summer of Love" in Dinslaken – besser "Fake des Sommers"

Vom 1.5. – 30.6. findet in diesem Jahr, zur Erinnerung an Woodstock, ein sucht- und drogenfreies Festival auf dem Gelände der Zeche Lohberg statt.
Grundsätzlich finde ich es begrüßenswert ein musikalisches Angebot unter dem Motto „sucht- und drogenfrei“ den Menschen zu organisieren.
Nur hier ist meiner Meinung alles eine Fake: Es ist ein rein auf Kommerz ausgerichtetes Festival und die Veranstalter sind auch nur daran interessiert,  Sie nutzen einen Titel für das Festival, der sofort den Gedanken an Drogenkonsum aufkommen lässt. Und sie nutzen diesen Titel auch noch ohne überhaupt Ahnung von Musik zu haben.  Der „Summer of Love“ damit ist der Sommer des Jahres 1967 in San Francisco gemeint, und dieser war stark von Drogen bestimmt. Woodstock war 1969 und auf diesem Festival wurden ebenfalls Drogen in großen Mengen konsumiert. Mit „Love and Peace“ hatte dieses Festival rein gar nichts zu tun. Auch damals hatten die Veranstalter nur ein Interesse: „Kohle zu machen“.
Und auch schon damals suchten sie nur ein Motto mit dem man dies gut verkaufen kann.

Solche Schlagzeilen als Leitmotiv für ein Festival zu nehmen ist sicher nur dann zu verstehen, wenn man dies unter Werbewirksamkeit betrachtet.
Und dass unsere Politiker solche Absichten auch noch unterstützen kann ich nicht nachvollziehen.

Eine Frage hätte ich dann noch: Ob es wohl Bier etc. auf dem Festival zu kaufen gibt?
Oder ist Alkohol vielleicht keine Droge?

Musikalisch ist das Festival übrigens auch ein reines Sammelsurium von Musik ohne Konzept und Zusammenhang mit dem Leitmotiv. Auch hier ging es wahrscheinlich nur um das Eine, ohne sich darüber auch noch Gedanken machen zu müssen.
Und dies Festival wird mit öffentlichen Geldern unterstützt! Und Politiker übernehmen auch noch die Schirmherrschaft!

Schade, mit etwas mehr Sachverstand und wirklichem Engagement hätte man ein echtes Festival gegen Sucht- und Drogen veranstalten können.

 

Peavey von RAGE stattete dem Archiv einen Besuch ab.

RageAm Montag, den 20.4. besuchte uns Peavey Wagner, Gründer der Metal-Band RAGE im Archiv und brachte uns vieles aus seinem Fundus mit, damit wir es in der Ausstellung im Essener Ruhrmuseum präsentieren können, bzw. damit wir es bei uns im Archiv in Dortmund bewahren können.
Er gab uns auch gerne ein ausführliches und interessantes Interview über seine und die Geschichte von RAGE, sowie auch über seine neue „Spaßband“ mit der er jetzt auf Tour geht. (Übrigens auch auf dem ROCK-HARD-FESTIVAL in Gelsenkirchen zu hören).Wir bedanken uns hier noch einmal herzlich für die vielen Dinge und das interessante Gespräch.