Bericht über unser Archiv auf WDR II – Made in Germany – Musikszene NRW – 14.04.14

Am 14. Mai gab es auf WDR 2 in der Sendung „Made in Germany – Musikszene NRW“ unter anderem einen Bericht über das:
Archiv für populäre Musik im Ruhrgebiet e.V. im Evinger Schloss.

WDR-II-im-Archiv-10.4.2014

Der Redakteur war letzte Woche bei uns und wir haben über unsere Arbeit, unsere Ziele und unsere Visionen gesprochen.
Wer Lust hat hört einfach mal rein:

Konzert-Special im Evinger Schloss: SWITCHBACK live am 04. Mai 2014

 

SWITCHBACK (Chicago/Warschau/New York/Köln) :
Mars Williams – Tenor-, Alt-, Sopran-, Sopranino- Saxophone
Waclaw Zimpel – Bass-, Alt-, B- Klarinetten, Tarogato
Hilliard Greene – Kontrabass
Klaus Kugel – Schlagzeug

RN-Konzertkritik

Raum, Klangfarbe, Interaktion, Unabhängigkeit, Transparenz, und ein ungeheurer Vorwärtsdrang, wie ein Miniatur-Kammerorchester im Galopp – SWITCHBACK besitzt ein großes Spektrum. Und gab im Frühjahr 2013 das Debut in Europa! Bewegung ist es, was dieses neue Ensemble auszeichnet. Es macht Spaß zu hören, wie diese vier Männer ihre Musik in Echtzeit entstehen lassen, zu erleben, wie jeder sofort reagiert, wie die Wachheit an allen Fronten zu spüren ist. Mars Williams und Waclaw Zimpel, in jeder Hinsicht „in tune“, scheinen über lange Strecken die Gedanken des anderen zu lesen und ihre mosaikartig verzahnten Horn-Linien werden von der unermüdlich treibenden Rythm-section Hilliard Greene & Klaus Kugel mitgerissen.

Mars Williams wurde in Deutschland bekannt durch seine Auftritte beim Moers Festival (1997, 1999 (Liquid Soul) und 2004 (Liquid Soul und XmarsX) und beim Offside 2008 mit dem Mars Williams Quartet. Er spielte mit John Zorn, Bill Laswell, Elliott Sharp, Fred Frith und Daevid Allen, tourte mit den Psychedelic Furs, arbeitete für Billy Idol und ist Mitbegründer der Funk- und Acid Jazz-Band Liquid Soul. Mit Ken Vandermark spielte er im NRG Ensemble, aber auch in Vandermarks Quintett und bei Cinghiale und in Peter Brötzmanns Chicago Tentett. Er leitet weiterhin die Bandprojekte Witches & Devils, Slam und XmarsX. Waclav Zimpel ist ein junger hochtalentierter Klarinettist aus Warschau der den Anschluss zur internationalen Szene gefunden hat. Seine Musik schlägt einen weiten Bogen von der Polnischen Folklore über die Jazztradition bis hin zur Moderne. Hilliard Greene & Klaus Kugel haben sich vor 10 Jahren in New York kennengelernt und sind seitdem die Rythm-section in vielen Spitzenprojekten wie Carnival Skin, Steve Swell’s Rivers Of Sound Ensemble, Petras Vysniauskas Quartet, Jemeel Moondoc / Roy Campbell – Quartet sowie dem Charles Gayle Trio.

Das Konzert findet am 04. Mai 2014, um 19:30 Uhr (Einlass: 18:30 Uhr) im Evinger Schloss, Nollendorfplatz 2 in Dortmund statt.
Der Eintritt beträgt 15,- €

Weitere Infos zu den Musikern gibt es hier:

http://www.switchback.inemu.com/
http://www.marswilliams.com/?page_id=5
http://de.wikipedia.org/wiki/Mars_Williams
http://www.waclawzimpel.pl
http://www.hilliardgreene.com
http://www.klauskugel.com

ZIRKUS am 11. Juni 2014 im Evinger Schloss

Gesprächskonzert mit ZIRKUS
11. Juni 2014
Einlass: 19.00 Uhr
Beginn: 20.00 Uhr
Eintritt frei

Zirkus-2

ZIRKUS Die fünfköpfige Dortmunder Combo „Zirkus“ ist ein wild zusammengewürfelter Haufen leidenschaftlicher Musiker, die ihre individuellen Einflüsse zu einem unverwechselbaren Sound verschmelzen lassen.
Jeder Song ist gespickt mit eingängigen Melodien, die sofort ins Ohr gehen. Wer Musik gerne in Genre-Schubladen einordnet, sollte „Zirkus“ unter der Bezeichnung „Globetrotter-Pop“ ablegen und sich gleich einen ganzen Schrank reservieren:
Denn hier treffen Walzer und Reggae aufeinander, hier wechseln sich Uptempo-Chansons mit akustischen Rock-Balladen ab, hier verschmilzt bosnischer Blues mit mazedonischer Folklore.
Die Drums und der Bass breiten einen fliegenden Tanzgroove-Teppich aus, auf dem sich bissige Gitarren-Offbeats, virtuose Akkordeon-Läufe und melancholische Cello-Passagen austoben. Schmachtender Strophen-Gesang und dreistimmige Refrains geben eindrucksvoll wieder, wie Weltmusik auf Englisch, Deutsch und Bosnisch klingen kann. Tanzbare Melancholie voller Leidenschaft – das ist „Zirkus“.

Line up:
Lars Wege: Drums
Stephan Preuß: Bass
Time Gorgiev: Accordion, Backing Vocals
Anke Muckenhaupt: Cello, Backing Vocals
Anis Micijevic: Guitar, Vocals
http://www.facebook.com/Zirkus.Musik

Dies Konzert gehört zur Reihe „Musikszene Ruhrgebiet“ die wir in regelmäßigen Abständen bei uns präsentieren.

Lena Danai & Band am 13. Juni 2014 im Evinger Schloss

Gesprächskonzert mit LENA DANAI & BAND
13. Juni 2014
Einlass: 19.00 Uhr
Beginn: 20.00 Uhr
Eintritt frei

Lena-Danai-Band

Lena Danai – der Name steht für Musik, die ans Herz geht, berührt, schmerzt, erfreut und ganz klar den Gänsehautfaktor mitbringt. Sie selbst beschreibt ihre Musik als „Soul aus dem Herzen des Potts“ – vielseitig, ehrlich und mit viel Gefühl. Diese Stimmung hat sie nun auf ihrem Debutalbum „Breaking Free“ verewigt. Zwölf Songs, die ganz im Stile des Soul von Liebe, Schmerz, aber auch von Hoffnung und dem Wunsch nach persönlicher Erfüllung erzählen. „In diesem Album stecken mein Herz, meine Seele, mein Leben.“ Und auch vielen anderen sprechen ihre Lieder aus der Seele.

„Wenn sie singt, dann berührt ihre Musik den Zuhörer mit einer Intensität, die man am Beginn einer Karriere selten erlebt. Dazu ihre Stimme gefühlvoll, samtig und dann wieder stark und kräftig“ schrieb die WR 2012, kurz bevor die Musikerin mit ihrer Band zum Finale des Deutschen Rock und Pop Preises fuhr.
Die junge Sängerin, Songwriterin und Pianistin aus Dortmund hat sich dem Soul verschrieben. Dazu mischt sie Elemente aus dem Blues, Pop und Funk und hier und da ist ein Hauch Afrika zu spüren.
Das verwundert nicht. Denn obwohl sie ihr Leben lang mit Musik lebte, Unterricht bekam, in zahlreichen Bands und Projekten als Sängerin und Pianistin mitwirkte und das Musikstudium in Dortmund absolvierte, waren es die neun Monate in Südafrika, die ihre Wandlung zur Songwriterin motivierten.

Hier änderte sich ihr Leben. Inspiriert von Mensch und Natur und ihrem neuen Leben entstehen die ersten Songs an Gitarre und Piano, hier erfindet sie sich neu als Lena Danai. Der Name „Danai“ stammt aus Zimbabwe und bedeutet „liebt einander“. „In Südafrika habe ich mich von vielen Dingen getrennt, alten Vorstellungen und Erwartungen, von Negativem in meinem Leben.“ Hier befreit sie sich, um einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen.

Zurück in Dortmund folgen die ersten Shows. Zunächst solo am Piano, folgt bald die Zusammenarbeit mit weiteren Musikern, die den Songs den letzten Schliff verleihen und als ihre feste Band mit ihr live performen. Dazu ihre ausdrucksvolle Stimme, Songs die die Seele berühren, eine starke Bühnenpräsenz und eine Energie die ansteckt. Da sind Gänsehaut und schwingende Hüften garantiert!

Besetzung:
Lena Danai – Vocals, Piano
Marc Pawlowski – Drums, Cajon
Felix Pinkepank – Guitar
Patrick Labussek – Bass
Alex Bapulah “Mad Turkey” – Vocals, Percussion

Dies Konzert gehört zur Reihe „Musikszene Ruhrgebiet“ die wir in regelmäßigen Abständen bei uns präsentieren wollen.

Gunter Hampel German Trio Magic Touch am 7. Juli in der Kunsthalle, Rottstr. 5 in Bochum

GUNTER HAMPEL GERMAN TRIO MAGIC TOUCH
Konzert und Tanzperformance:
Gunter Hampel – Vibraphone & Bass Clarinet,
Julius Gabriel – Saxophones,
Karl Degenhardt – Drums,
Danilo Cardoso – Dance
Mo. 07.Jul. 20:00

Mit dem seit 1968 in New York lebenden Multiintrumentalisten
und Composer Gunter Hampel, kommt einer der weltweit renommiertesten
deutschen Vertreter des modernen Jazz ins Viertel. Im Trialog mit den
beiden musikalischen Ausnahmetalenten Julius Gabriel und Karl Degenhardt
und dem Brasilianischen Tänzer Danilo Cardoso entwickelt sich aus einem
mehrdimensionalen Impuls- und Resonanzspiel durch die hingebungsvolle Kraft
kollektiver Improvisation ein Magical Touch, der auch das Publikum nicht
unberührt lassen wird.

gunter hampel german trio - magic touch

Frank Baier – Mr. Ruhrgebiet am 14. März 2014 zu Gast im Evinger Schloss

Frank-Baier-Evinger-Schloss-14.3.2014Frank Baier ist Liedersänger, und insbesondere singt er Lieder aus dem Ruhrgebiet. Er verbrachte seine Kindheit in Essen, machte seine Ausbildung bei Krupp. Er begann schon recht früh mit der Musik, erst in Skiffle-Bands, dann als Liedersänger auf Burg Waldeck in den 60er Jahren.
In den 80er Jahren gab er seine erste Sammlung über Arbeiterlieder aus dem Ruhrgebiet heraus und so wurde er über die Jahre zum Spezialisten für Arbeiter- insbesondere Bergarbeiterlieder unserer Region.
2012 veröffentlichte er mit Jochen Wiegandt das Liederbuch Glück auf, eine Text- und Notensammlung der bekanntesten Lieder aus dem Ruhrgebiet.Heute Abend wird Frank Lieder aus diesem reichhaltigen Schatz des Kulturguts beginnend in den 80er Jahren des 19Jahrhundert vortragen.

GLOD – RAMOND – KUGEL am 14. Juli 2014 im Evinger Schloss

Reihe: Jazz/Free Jazz/Improvisierte Musik/Experimente/Avantgarde/Neue Musik

GLOD/RAMOND/KUGEL
Roby Glod – alto & soprano saxophones
Christian Ramond – double bass
Klaus Kugel – drums

14. Juli 2014
Einlass: 19.00 Uhr
Beginn: 20.00 Uhr
Eintritt: 15.00 Euro

glod-ramond-kugel

Roby Glod’s neue CD „Op Der Schmelz“, wurde von der Kritik begeistert aufgenommen. Glod besticht, mit diesem seit mehr als zehn Jahren existierenden Trio, durch eine Musik, die „Soul“ hat, „wie ausgefallen und ausgefeilt die kammermusikalische Equilibristik auch betrieben wird, und er hat einen Ton mit hohem spezifischem Gewicht“. Man kann gespannt sein auf eine Musik, die trotz allen „Souls“ den Verstand nicht „abtransportiert“, sondern sich eine „schwebende Balance zwischen Kontrolle und Gefühl“ bewahrt.

Seine Mitspieler sind keineswegs nur Sekundanten: allein wie Drummer Kugel sein Becken und Gong-Arsenal ausbreitet (wie einen komponierten Lustgarten an feiner und feinster Nüancierung) – das ist mehr als staunenswert.
Und Christian Ramond steuert gestrichene und gezupfte Subtilitäten bei, dass es eine Freude ist. Dabei hält das Trio die kluge Balance zwischen entfesselt freiem Spiel und und präziser kompositorischer Vorgabe.
Hinter dem gelegentlich weit getriebenen abstrakten Spielen pulst immer ein Herz. Das macht aus der Kollektivkunst dieses Trios eine der spannendsten kreativen Auseinandersetzungen mit der Musik von Lennie Tristano , Lee Konitz und Warne Marsh der letzten Jahre.

Trio Webseite: http://www.glod.ramond.kugel-trio.com/

Biographien:
http://www.robyglod.com/
http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Ramond
http://www.KlausKugel.com/
______________________________________________________

„Roby’s command of his horn is impressive and unique: He does not resemble Bechet, Coltrane, Lacy or anyone but himself…. He has a brilliant tone, super-fast fingers, excellent intonation and an engaging musical imagination that extends into his instruments‘ high register naturally, with no strain.“
– Howard Mandel, NYC, October 2012

„Glod’s alto and soprano are a drizzle of crystalline notes, bunched with massive and coloured cadences and dissonant floods, making his sound «mineral» with a majestic hallmark.“
– JazzReview.com

Radiotipp: ESP Disk – Ein Gespräch mit und über Bernard Stollman – WDR III – 2.4.2014 – 22.00 – 23.00 Uhr

Die Free Jazz-Alben des New Yorker Labels ESP-Disk – 02.04.2014: Spiritual Unity

„The artists alone decide what you will hear on their ESP-Disk“. So schlicht lautete das Motto für das Label ESP-DISK, das der Rechtsanwalt Bernard Stollman 1964 in New York ins Leben gerufen hatte. Und schon gleich nach der ersten Platte, „Spiritual Unity“ von Albert Ayler, sollte dieses Label im Nukleus des Free Jazz stehen.

Sendung zum Thema

WDR 3 Jazz | 2. April 2014, 22.00 – 23.00 Uhr


Die erste, gleichsam inoffizielle ESP-Platte war aber 1963 „Ni Kantu En Esperanto“ (auf Deutsch: „Wir singen in Esperanto“), die ersten drei Buchstaben der Plansprache Esperanto gaben Stollmans Label seinen Namen. Jazzhistorisch interessant wurde Albert Aylers Debüt-Album „Spiritual Unity“, das der 1964 noch nahezu unbekannte Saxofonist mit dem Bassisten Gary Peacock und dem Schlagzeuger Sunny Murray eingespielt hatte. Stollman hörte Ayler zum ersten Mal im Baby Grand Cafe in Harlem, und als er ihn kurz darauf wiedertraf, sagte er ihm: „I am starting a record company, and I would like you to be my first artist.“ In den folgenden Jahren sollte ESP-DISK zur Heimat vieler Free-Jazz-Musiker werden. Neben Ayler veröffentlichten Paul Bley, Pharoah Sanders, Ornette Coleman, Frank Wright, Gato Barbieri, das Sun Ra Arkestra oder – als einziger Europäer – Gunter Hampel Alben auf Stollmans Label. Ende der 1960er-Jahre kamen weitere Editionen hinzu, sodass damals populäre Folk- und Rock-Acts ebenso einen Platz im ESP-Katalog fanden wie historische (Jazz-)Konzertmitschnitte.


Moderation: Martin Laurentius
Redaktion: Bernd Hoffmann

Das Interview wurde bei uns im Archiv für populäre Musik im Ruhrgebiet aufgezeichnet.